Dispositio (Cic. Manil. 4-6)

 

Und damit meine Rede von da aus beginnt, woher sich diese ganze Angelegeneheit herleitet, sei darauf hingewiesen, dass ein schwerer und gefährlicher Krieg gegen euren Steuerzahler und Verbündeten von zwei sehr mächtigen Königen, Mithridates und Triganes, aufgezwungen wird, von denen der eine nicht völlig besiegt, der andere vom Krieg gereizt glaubt, dass ihm die Gelegenheit, Asien zu erobern, entgegengebracht worden sei. Den römischen Rittern, hochgeachtete Männer, werden täglich Briefe aus Asien gebracht; deren große Vermögen, angelegt bei der Verwaltung eurer Steuern, stehen auf dem Spiel. Diese haben mir bei den engen Beziehungen, die ich mit jenem Stand habe, die Sache des Staates und die Sorge um ihre Vermögen übergeben.

In Bithynien, das jetzt eure Provinz ist, seien die meisten Dörfer niedergebrannt worden. Das Reich des Ariobarzanes, das euren Steuerbezirken benachbart ist, sei ganz in der Macht der Feinde; L. Lucullus ziehe sich nach großen Taten von Kriegsschauplatz zurück. Derjenige, der diesem nachgefolgt ist, sei nicht genug gerüstet für das Führen eines so großen Krieges; ein einziger werde von allen Verbündeten und Bürgern als Oberfeldherr für diesen Krieg verlangt. Gerade dieser eine werde als einziger von den Feinden gefürchtet, sonst niemand.

Welche Sachlage besteht, seht ihr: Überlegt nun, was getan werden muss. Mir erscheint es, dass zuerst über die Art des Krieges, dann über die Bedeutung, darauf über den auszuwählenden Feldherren zu reden ist.

 


2015-12-11 22:21:24